Der Neue im Weinkeller: Blanc de Noir

Das Verfahren, um einen Blanc de Noir herzustellen, ist nicht neu. Trotzdem schafft es der „Weiße aus Schwarzen" erst jetzt, sich seinen wohlverdienten Platz in den Weinkarten und Weinkellern zu erobern. Grund genug für uns, diesen Wein einmal genauer unter die Lupe zu nehmen...
Man nehme hochwertige, dunkle Trauben wie Spätburgunder oder Blauer Riesling und presse diese ganz sanft, damit möglichst wenig Farbstoffe (Anthocyane) aus der Schale in den Most gelangen. Dann lasse man das Ganze gären und reifen - et voilà - man erhält einen hellen Wein, einen Blanc de Noir (auch Blanc de Noirs).

Um diese Bezeichnung tragen zu dürfen, muss der Wein zu 100% aus dunklen Trauben einer oder mehrerer Rebsorten bestehen. Er ist meist goldfarben oder zartrosa und schmeckt besonders fruchtig und frisch. Fällt das Ergebnis zu dunkel aus, bezeichnet man ihn als Taché. Nicht nur Wein, sondern auch Champagner oder Crémant werden auf diese Weise hergestellt.


Seine Existenz verdankt der Blanc de Noir eigentlich einem Abfall-Produkt der Rotweinherstellung: Winzer verwenden die ausgepressten Schalen und Kerne der dunklen Trauben, um damit den späteren Rotwein auf natürliche Art und Weise zu konzentrieren. Übrig bleibt der helle Most - die Basis für Blanc de Noir.


Heute hat sich das Nebenprodukt nicht nur emanzipiert, es gilt zudem als Qualitätssiegel: Denn ein Weingut, das einen Blanc de Noir produziert, verzichtet auf die Verdichtung des Rotweins durch Umkehr-Osmose und intensiviert seine Tropfen auf ganz natürliche Art und Weise.


Für uns ein Grund mehr zu hoffen, dass die „Weißen aus Schwarzen" bald die Weinregale in den Geschäften füllen werden.

zurück

0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Name:
E-Mail:
Betreff:
© 2001 - 2010 vioma GmbH